DAS GUT OEHE

Das Gut Oehe, das zu den alten adeligen Gütern unseres Landes zählt, ist das einzige Gut Schleswig-Holsteins, das auf einer Insel liegt. (Oehe ist Dänisch = Insel). Mit dem früher zugehörigen Fischerort Maasholm füllte es damals eine Insel aus. Oehe wird in Verbindung mit dem dänischen König Christian IV gebracht, der hier ein Jagdrevier besessen hat und alljährlich zu Jagden gekommen ist. Zu jener Zeit konnte man auf Oehe Wildschweine, Rothirsche und sogar Bären bejagen.

 

Erst um 1588 kann Oehe als selbstständiges Gut bezeichnet werden, erst dann entstand eine eigene Hofwirtschaft und ein eigenes, höchst bescheidenes Herrenhaus an der Stelle des heutigen Verwalterhauses (heutige Gästehaus 1), das alte Keller inklusive Kerker besitzt.

 

Das um 1707 erbaute Herrenhaus hatte in den Kriegs- und Nachkriegsjahren des zweiten Weltkrieges durch Belegung mit Bombengeschädigten und Flüchtlingen naturgemäß start gelitten, ist aber heute in allen Teilen in seinen alten Stand versetzt worden.

 

Generalkonsul Heinrich August Schlubach verkaufte im Jahre 1951 das Gut Oehe an Ernst Matz, vorher Pächter des adeligen Gutes Quarnbeck bei Kiel. Ernst Matz nahm umfangreiche Änderung der Einteilung der Wirtschaft vor und vermehrte vor allem die Ackerflächen zu Lasten des Grünlandes. Die Haltung von Milchkühen und Schweinen wurde aufgegeben, zu Gunsten des Tourismus. Unter Dieter Matz sind neben dem angrenzenden Campingplatz auch die sechzehn Ferienwohnungen in alten Gutsgebäuden entstanden. Seit 2006 leitet sein Sohn Sebastian Matz den Betrieb und bewohnt mit seiner Frau und Tochter das wunderschöne Gutshaus.